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Titel: Die Tote im Kaffeehaus
Autorin: Beate Maxian
Verlag: Goldmann
Erschienen: 19. April 2021
Seitenanzahl: 416
Bewertung: 🌕🌕🌕🌑🌑

Danke an Random House Bloggerportal und Goldmann Verlag fĂŒr die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Ich habe dieses Buch ausgewĂ€hlt, weil es drei meiner Lieblingsdinge thematisiert: Krimis, Kaffee und Wien, mein zweites Zuhause. Die Kombination der letzten zwei ist etwas ganz Besonderes, denn seit 2011 gehört die Wiener Kaffeehauskultur zum UNESCO Weltkulturerbe. Beate Maxian hat ĂŒber 20 BĂŒcher geschrieben, grĂ¶ĂŸtenteils Kriminalromane, die sogar mit Literaturpreisen ausgezeichnet wurden. Die Tote im Kaffeehaus ist das 11. Buch in der Sarah-Pauli-Reihe, die die namensgebende Journalistin bei der Recherche von KriminalfĂ€llen in Wien verfolgt.

Klappentext

Wien, wenige Tage vor dem berĂŒhmten Kaffeesiederball in der Hofburg: FĂŒr ihre erste große Ausgabe als neue Chefredakteurin des Wiener Boten trifft Sarah Pauli Marianne Böhm, Grande Dame der Kaffeehausdynastie Böhm, zu einem exklusiven Interview. Dann der Schock: Mitten im GesprĂ€ch sackt die alte Dame leblos in sich zusammen. Ist die Frau bloß an AltersschwĂ€che gestorben? Sarah ist argwöhnisch, denn kurz vor ihrem Tod vertraute Böhm ihr eine rĂ€tselhafte Botschaft an. Die Journalistin beginnt zu recherchieren und stĂ¶ĂŸt in der feinen Wiener Kaffeehausgesellschaft schon bald auf Geheimnisse, fĂŒr die jemand ĂŒber Leichen geht


Meinung

Was mir von Anfang an gefallen hat ist die einbezogene Klappkarte Wiens (wie in Die Mauern von Porto), die zur visuellen Verfolgung der Charakteren durch die Stadt beitrĂ€gt. Was mir am meisten gefallen hat war die AtmosphĂ€re, besonders die Beschreibung der Straßen und KaffeehĂ€user, unterstĂŒtzt von historischen Fakten. Zu diesem Effekt hat auch der Wienerische Dialekt einiger Charakteren beigetragen, der dem Umfeld ein Maß AuthentizitĂ€t verliehen hat.

Als Krimi fand ich die Geschichte nicht besonders spannend, vor allem weil die Handlung ziemlich ĂŒberschaubar war. Das liegt zum Teil an den Charakteren, die typische Rolle spielen (z.B. VernĂŒnftige, Unwissende, Bellender Hund der nicht beißt, unglaubhauft Gutgemeinte) und sich im Laufe der Zeit nicht entwickeln bzw. Ă€ndern.

Ein zentraler Punkt der Geschichte ist die Symbolik, veranschaulicht durch Lesen im Kaffeesatz, Deutung von Unternehmenslogos und Talismane. Ich persönlich interessiere mich nicht dafĂŒr, aber die Einbettung dieses Themas ist in diesem Fall gut gelungen, obwohl manche Interpretationen an den Haaren herbeigezogen waren.

Insgesamt war fĂŒr mich dieses Buch ein gemĂŒtlicher Krimi mit Wiener Charme und ich wĂŒrde gerne auch andere BĂŒcher in dieser Reihe lesen, am liebsten bei einem Kleinen Schwarzer im CafĂ© Central.

Empfehlung

Wenn du Wien bzw. Wiener Kaffeekultur liebst, dich fĂŒr Kaffeezubereitung und Symbolik interessierst und Lust auf ein gemĂŒtlicher und atmosphĂ€rischer Krimi hast, dann empfehle ich dir Die Tote im Kaffeehaus.

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